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Die Rettungshundestaffel

Unsere Rettungshundestaffel bei der Ausbildung.
Foto: Claus Sturm

Schnüffelnasen im Einsatz

Such' und Hilf'...

mit diesen Worten beginnt seit ca. 100 Jahren die Arbeit für die ausgebildeten Rettungshundeteams des Deutschen Roten Kreuzes.

 Mitte des 17. Jahrhunderts züchteten Mönche des Klosters des großen St. Bernhard erstmalig einen eigenen, dem Bernhardiner ähnlichen, Hundestamm, um verwirrte oder verschüttete Personen durch den stark verschneiten Weg ins Kloster zu führen.

Trotz der bemerkenswerten Leistungen dieser Hunde wurden Rettungshunde erst im Jahre 1885 als so genannte Sanitätshunde ausgebildet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Rettungshundearbeit (ausgehend von der Schweiz) weiter verbreitet, allerdings wurden die Tiere zunächst hauptsächlich als Lawinensuchhunde ausgebildet. Erst seit 1944 wurden Hunde als Trümmersuchhunde eingesetzt. Seit den achtziger Jahren schlossen sich die bestehenden Rettungshundestaffelnden verschiedenen Katastrophenschutzorganisationen an. Heute sind in Deutschland ca. 200 geprüfte Rettungshundeteams im Rahmen einer ehrenamtlichen Arbeit im Einsatz, um Vermisste und Verschüttete zu suchen.

Für viele Menschen in lebensbedrohlichen Situationen wurden Rettungshunde seither zu Lebensrettern. Sie finden Verschüttete nach Erdbeben, Erdrutschen oder auch einzelne Vermisste, z.B. orientierungslose dementiell erkrankte Menschen.

Die Rettungshundestaffel des DRK Ortsvereins Kannenbäckerland existiert seit 2013. Ausgebildet werden ausschließlich Flächensuchhunde.

Flächensuchhunde werden immer dann eingesetzt, wenn Menschen in Waldgebieten, Steinbrüchen oder ländlichen Regionen vermisst werden. Das können ältere Menschen sein, die nicht mehr zurück finden oder plötzlich krank werden, Kinder, Spaziergänger, die einen Unfall hatten, verzweifelte Menschen mit Selbstmordabsicht und so weiter...

Die Arbeit einer oder mehrerer Rettungshundestaffeln führt durch die enormen Riechleistungen der Hunde wesentlich schneller zum Erfolg, als wenn Einsatzkräfte die zum teil sehr großen Suchgebiete zu Fuß durchsuchen. So kann ein Rettungshund ein unwegsames Gelände von 30.000 qm in zwanzig Minuten flächendeckend durchsuchen. Unsere Hunde zeigen dann durch "Verbellen" das gefundene Opfer an.

Zu Beginn der Ausbildung muss ein Eignungstest für Hundeführer und Hund stattfinden. Der Hund sollte neben Gesundheit über soziale Veträglichkeit, Geräuschfestigkeit, Ausdauer, psychische Ausgeglichenheit, gute Führigkeit, aber auch Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit und hohe Frustrationstoleranz verfügen. 

Die Ausbildung eines Rettungshundes sollte so früh wie möglich in Maßen beginnen, da der spielerische Charakter der Ausbildung dem jungen Hund nicht schadet und Grundlagen in der Jugend am besten gelegt werden. Ideal ist der Beginn der Ausbildung mit etwa einem halben Jahr.

Auch der Hundeführer braucht eine hohe psychische und physische Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft, Einfühöunsvermögen (für Mensch und Hund), viel Zeit und Geduld und vor allem Teamgeist. Nach einer Sanitätsausbildung als Mitglied der Bereitschaft erfolgt eine spezifische Ausbildung, in der unter anderem Karten- und Kompasskunde, Trümmerkunde, Thermik, Kynologie und Einsatztaktik vermittelt werden. Danach tritt das Team zur Rettungshundeprüfung an. Diese muss alle achtzehn Monate wiederholt werden, um die Einsatztauglichkeit festzustellen.